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[PDF] Pressemitteilung: Gewinne laufen lassen
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  1. 1. Helaba Volkswirtschaft/Research Vertrau(d)lich 19. März 2012 Gewinne laufen lassen Autor: Seit Beginn dieses Jahres hat der deutsche Leitindex DAX beachtliche 20 Prozent zugelegt. Dr. Gertrud R. Traud Noch beeindruckender ist jedoch der Anstieg seit dem Tiefstand im September letzten Jahres in Telefon: 0 69/91 32-20 24 Höhe von rund 40 Prozent. Ist das der Auftakt zu einem neuen säkularen Bullenmarkt, eine research@helaba.de einfache zyklische Erholung oder die nächste Blase? Kein neuer säkularer Bullenmarkt Redaktion: All jene, die den bisherigen Anstieg verpasst haben, aber aufgrund der vermeintlichen Ausbildung Dr. Stefan Mitropoulos eines neuen Aufwärtstrends nun in Aktieneuphorie verfallen, muss ich enttäuschen. Ein weiterer Anstieg in dem Ausmaß wie in den vergangenen sechs Monaten wäre nur möglich, wenn neben zyklischen auch strukturelle Faktoren für eine Fortsetzung der Rally sprächen. Herausgeber: Dr. Gertrud R. Traud Strukturelle BelastungenChefvolkswirt/Leitung ResearchLandesbank Hessen-Thüringen Die strukturellen Faktoren begrenzen jedoch das Aufwärtspotenzial. Zum einen ist die Weltwirt- MAIN TOWER schaft mit der Finanzkrise in eine Phase eines deutlich niedrigeren Trendwachstums einge- Neue Mainzer Str. 52-58 schwenkt. Sowohl weltweit boomende Immobilienmärkte, verbunden mit einer äußerst niedrigen 60311 Frankfurt am Main Risikoaversion, als auch die Phase der Deregulierung sind vorbei. Darüber hinaus schwenken Telefon: 0 69/91 32-20 24 selbst die vormals extrem stark wachsenden BRIC-Staaten auf einen verhalteneren, dafür aber Telefax: 0 69/91 32-22 44 vermutlich nachhaltigeren Wachstumspfad ein. Auch aufgrund der deutlich höheren Verschuldung in fast allen Industrieländern wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft somit auf einem sichtbar niedrigeren Niveau einpendeln und damit das mittel- bis langfristige Kurspotenzial bei Aktien begrenzen. Noch keine neue Blase am Aktienmarkt Jedoch auch das andere Extrem, eine neue Blase am Aktienmarkt, lässt sich derzeit nicht ableiten. Die Bewertung von Aktien ist sogar recht niedrig. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 sind gerade deutsche Aktien trotz des deutlichen Kursanstiegs in den letzten Monaten immer noch moderat bewertet. Dies gilt nicht nur im Vergleich zur Historie oder zu amerikanischen Aktien (KGV 13), sondern insbesondere auch zu deutschen Rentenpapieren, die derzeit ein Kurs-Gewinn- Verhältnis von rund 50 aufweisen. Die Publikation ist mit größter Sorgfaltbearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich Zyklische Erholung treibt Aktienmarkt unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Markt- verhältnissen. Die Angaben beruhen auf Was hat nun die Rally der letzten sechs Monate gespeist? Einerseits kam es im Sommer letzten Quellen, die wir für zuverlässig halten, für Jahres zu einer deutlichen Übertreibung nach unten. Viele Marktteilnehmer waren davon ausge- deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktu- gangen, dass die Weltwirtschaft wieder in eine Rezession wie im Jahr 2009 zurückfallen könnte, alität wir aber keine Gewähr übernehmen da einige Konjunkturindikatoren ein Ende der vorhergehenden zyklischen Erholung anzeigten. kön-nen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Normale zyklische Schwankungen waren jedoch bei den meisten Marktteilnehmern nicht mehrSie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung verankert, vielmehr wurde als neuer mentaler Anker die außergewöhnlich tiefe Rezession des für Anlageentscheidungen verstanden Jahres 2009 verwendet. Als sich dann bereits im Herbst letzten Jahres die ersten vorlaufenden werden. Konjunkturindikatoren stabilisierten, griffen mutige Anleger bei Aktien wieder zu. Unsere Unter-
  2. 2. Vertrau(d)lichsuchungen zeigen, dass die Kursgewinne bei Aktien gerade in der ersten Phase der konjunkturellenErholung am stärksten sind. Dies deckt sich mit dem aktuellen Verlauf.Aufwärtsrevision der Aktienmarkt-PrognoseUnterstützend kommen derzeit die Gewinnerwartungen der Marktteilnehmer hinzu. Diese habeninzwischen wohl ihr Tief markiert. Gleiches lässt sich übrigens bei den Schätzungen für das deut-sche Bruttoinlandsprodukt in den letzten Wochen beobachten. Während wir Ende letzten Jahresmit unserer Wachstumsprognose von 1,2 Prozent ziemlich alleine standen, nähern sich jetzt vieledieser Schätzung an. Jedoch auch wir haben im Februar eine Revision unserer Prognosen vorge-nommen, allerdings nicht beim deutschen Wachstum, sondern beim DAX. Während wir im letztenHerbst bei einem Stand von rund 5.400 Punkten noch davon ausgingen, dass der DAX im Laufedes Jahres 2012 „lediglich“ auf 7.000 Punkte steigen würde, erwarten wir seit letztem Monat einenAnstieg bis auf mindestens 7.500 Punkte.EZB-Politik noch als zusätzlicher TreiberMaßgeblich für diese optimistischere Prognose ist die expansive Geldpolitik der EZB, die mitihren nunmehr bereits zwei Drei-Jahres-Tendern eine enorme Liquidität in den Markt gepumpt hat.Jedoch auch dies trägt nicht für immer. Sollte die Notenbank im Laufe dieses Jahres auf einenweniger lockeren Pfad umschwenken und/oder die konjunkturellen Frühindikatoren ihren lokalenGipfel überschritten haben, wird auch der aktuelle zyklische Bullenmarkt ein Ende nehmen.Beitrag erschienen in „Die Welt“, 17. März 2012 Helaba Volkswirtschaft/Research · 19. März 2012· © Helaba 2

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