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Taiwan in deutschen Medien: Demokratie im toten Winkel?

Wieso kommt Taiwan eigentlich so selten in deutschen Medien vor? Und welche Kriterien müssen Themen erfüllen, um im thematischen Mainstream Aufmerksamkeit zu erlangen?

Meine Präsentation in Deutschland im Herbst 2017 in Berlin, Hamburg und Frankfurt.

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Taiwan in deutschen Medien: Demokratie im toten Winkel?

  1. 1. DEMOKRATIE IM TOTEN WINKEL? Warum Taiwan (k)ein Thema für deutsche Medien ist Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  2. 2. Mein Weg nach Taiwan ■ Arbeit bei NDR und ZDF ■ Erster Taiwan-Besuch 2008 – Journalistenstipendium ■ Umzug 2009 ■ Drei Präsidentenwahlen Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  3. 3. Präsidentenwahl, Januar 2016 Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  4. 4. Taiwan in der 20-Uhr-Tagesschau Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  5. 5. Kaum Thema: Ehe für alle Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  6. 6. Kein Thema: Universiade Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  7. 7. Kein Thema: Lee Ming-che Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  8. 8. Kein Thema: Chinas Schikanen ■ Panama ■ WHO ■ Interpol Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  9. 9. Kein Thema: Chinas Aufrüstung Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  10. 10. Nachrichtenwert-Theorie ■ Neuigkeit ■ Nähe ■ Tragweite ■ Prominenz ■ Dramatik ■ Kuriosität ■ Konflikt ■ Sex ■ Gefühle ■ Fortschritt Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  11. 11. Taiwans „Nachteile“ ■ Klein – So viele Einwohner wie Australien – Wirtschaftsleistung > 500 Mrd US$ – Platz 20-25 weltweit (mehr als Schweden, Polen, Iran, Südafrika…) – Wäre in EU Wirtschaftsmacht Nr. 7 ■ Weit weg ■ Kompliziert – „abtrünnige Provinz“ Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  12. 12. Kompliziert: Sprachklischees ■ Abtrünnige Provinz – „Unabtrennbarer Bestandteil des chinesischen Territoriums“ – „VR ist die einzige legitime Vertreterin Chinas“ ■ Wiedervereinigung – Taiwan war nie Teil der Volksrepublik – Wurde seit Ende 19. Jahrhundert nur vier Jahre vom Festland aus regiert ■ Das andere China ■ Ein-China-Prinzip (CN) vs. Ein-China- Politik (USA etc.) – Die USA nehmen Chinas Position nur „zur Kenntnis“ (acknowledge) Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  13. 13. Kompliziert: Korrekturbedarf Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  14. 14. Kompliziert: Erklärungsversuche ■ Die Regierung in Peking setzt alles daran, dass Taiwan international nicht als vollwertiger Staat wahrgenommen wird. Das ist so, seit die Kommunisten 1949 Chinas Bürgerkrieg gewannen und die Nationalisten sich auf diese Insel zurückzogen. Obwohl die Volksrepublik auf Taiwan de facto nie etwas zu sagen hatte, beharrt sie auf ihren Machtansprüchen. ■ …fallen die Spiele sowieso in eine Zeit, in der Peking Taiwan bei allen Gelegenheiten Steine in den Weg legt. Seit dem Amtsantritt von Präsidentin Tsai vor etwas mehr als einem Jahr und ihrer Weigerung, Taiwan als Teil eines „Einen China“ zu definieren, weht vom Festland ein eisiger Wind. ■ Eifersüchtig beharrt die Volksrepublik auf ihren Ansprüchen. Die Insel sei „unabtrennbarer Bestandteil“ ihres Territoriums, der Rest der Welt habe sich aus „innerchinesischen“ Angelegenheiten herauszuhalten. Dabei wehte die rote Flagge noch nie auch nur einen Tag lang über Taiwan. ■ Offiziell heißt ihr Staat gar nicht „Taiwan“, sondern „Republik China“ – nicht zu verwechseln mit der Volksrepublik. An der Gründung dieser Republik 1912 war Taiwan gar nicht beteiligt, denn China hatte die Insel einige Jahre zuvor an Japan verloren. Doch 1949, nach der Niederlage im Bürgerkrieg gegen die Kommunisten, flüchteten Regierung und Armee auf die Insel. So besteht der Staat hier dem Namen nach bis heute. Fast 40 Jahre lang regierte die Kuomintang-Partei per Kriegsrecht. Erst in den Neunzigern wandelte das Land sich zur einzigen chinesischsprachigen Demokratie der Welt. Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  15. 15. Warum ist Taiwan wichtig? ■ Lebendigste Demokratie Asiens ■ Größeres Krisenpotenzial als Nordkorea ■ Überragende geostrategische Bedeutung Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  16. 16. Taiwan im China-Kontext ■ Vorteil: Aufmerksamkeitsbonus ■ Nachteil: Nicht im eigenen Recht betrachtet Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  17. 17. Problem: Thematischer Mainstream ■ Themensetzung gleicht sich ■ Eindruck: Homogenität ■ Journalistische Ko-Orientierung Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de „Journalismus ist und bleibt, wenn einer ab vom andern schreibt.“
  18. 18. Problem: Orientierung an Leitmedien Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de Tagesschau Spiegel Online dpa
  19. 19. Agenturticker Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  20. 20. Gern genommen: Katastrophen Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  21. 21. Gern genommen: Skurriles Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  22. 22. Soziale und ökologische Kritik Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  23. 23. Geschichte Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  24. 24. Vergangenheitsbewältigung (mit deutschen Parallelen) Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  25. 25. Mutmach-Geschichten Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  26. 26. Deutschlandfunk, Deutsche Welle Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  27. 27. Google News Alert Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  28. 28. Journalisten mit Taiwan-Erfahrung Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de
  29. 29. Bleiben wir in Kontakt! ■ Facebook, Twitter, YouTube: taiwanreporter ■ Instagram: formosataiwan ■ Blog: intaiwan.de ■ Bücher/e-books: intaiwan.de/buch ■ Newsletter: intaiwan.de/newsletter ■ Arbeitsproben: torial.com/klaus.bardenhagen ■ Kontakt: kb@taiwanreporter.de Klaus Bardenhagen kb@taiwanreporter.de

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